Oldenburger Namensstatistiken

Elaine
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Ungelesener Beitrag 27. März 2019, 21:35

@clarelia,
Jan gibt es im Norden in jeder Generation. Auch bei den 40-, 60- oder 80jährigen.
Im Süden war er ab den 80ern sehr beliebt, was dort sicher schon wieder abgeflacht ist, ersetzt wurde er durch Finn...
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clarelia
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Ungelesener Beitrag 27. März 2019, 21:42

Elaine hat geschrieben:
27. März 2019, 21:35
@clarelia,
Jan gibt es im Norden in jeder Generation. Auch bei den 40-, 60- oder 80jährigen.
Im Süden war er ab den 80ern sehr beliebt, was dort sicher schon wieder abgeflacht ist, ersetzt wurde er durch Finn...
Ja, daran habe ich keinen Zweifel, ich meine eher, dass ich mit einem Platz so weit vorne nicht unbedingt gerechnet hätte. Ich kenne hier z.B. Evas und Marias in jedem Alter, aber unter den allerhäufigsten Namen waren die auch hier sicherlich nie.
Mit Anna könnte es ähnlich sein, die ist deutschlandweit auch schon seit Mitte der 1990er ganz vorne, aber dafür vorher eine Zeit lang weg (in der Generation meiner Eltern in etwa).
ricola
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Ungelesener Beitrag 29. März 2019, 18:53

Jakob empfinde ich als gar nicht so südlich. Habe ihn hier schon als eher häufig wahrgenommen, für mich ist das nicht so überraschend. Vielleicht hat das auch einen Zusammenhang mit Geschwistern - Viele empfinden Jakob ja passend zu Geschwistern wie Jonas, Lukas , Theo, Hanna, Marie, Clara/Klara, vielleicht trägt die Häufigkeit dieser Namen in den letzten Jahren ja auch zur Beliebtheit von Jakob bei?
Jan ist hier echt ein Dauerbrenner. So wie Anna, Lena oder Paul.
Jano ist mir jetzt nicht speziell als friesischbekannt, passt aber schon ins Bild. Einerseits eine Alternative zum Jan, anderseits weicher als Jarno, die Tendenz geht ja doch zu weicheren Namen. Aber er mutet auch an wie klassische friesische Namen wie Gero, Onno, Timo, Hanno. Allgemein glaube ich aber, das O am Ende wird gerade sehr beliebt. Theo, Enno, Matteo und Leo und auch Milo sind sehr beliebt. Und auch weiter hinten gibst noch viele, z.B. Tammo, Thilo, Hanno, Janno, Jaro, Bo, Carlo, Enjo, Hajo...

Jule ist in den letzten Jahren auch häufiger geworden, das stimmt. Aber Nele war hier vor ein paar Jahren sehr beliebt, so in den späten 90ern und frühen 20ern. Julia war ja in den 80ern und 90ern einer der beliebtesten Namen, daher empfinde ich es nicht als ungewöhnlich, es ist eine Alternative zwischen beiden.
Marje ist auch eher ungewöhnlich. Kam mir auch ungewöhnlich vor, aber passt schon gut ins Schema. Ich denen viele Eltern finden neben den ganzen Namen, die auf A enden wieder gefallen an Namen mit einem E am Ende. Marle gab es übrigens auch einmal.
Marie wurde zweimal als Erstname vergeben. Mara dafür vier Mal, Maria einmal und einmal sogar Marisol. Und dann eben auch noch dreimal Mira, die ja klanglich auch ähnlich ist. Aber Marie kommt viel öfter als Zweitname vor (14 Mal). Ist hier schon ewig so, ich kenne in meinem Alter keine EN Marie, aber 5 ZN-Maries...

Viele Namen unterliegen auch Schwankungen. Ich habe das Gefühl, das manche auch besonders häufig direkt nacheinander auftreten, so als hätten die Eltern den "abgeschaut". Lesen bestimmt auch einige in Babygalerien und den Geburtsanzeigen wenn bei ihnen ein Kind auf dem Weg ist und da schaut man ja am ehesten in der Nähe.
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aoife rua
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Ungelesener Beitrag 29. März 2019, 19:56

Ricola, ich finde es jedes Jahr wieder total interessant! Super, dass du dir die Mühe machst und uns teilhaben lässt!
Ich glaube auch, der Norden ist schon speziell, was die Namen dort angeht.
ricola
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Ungelesener Beitrag 30. März 2019, 11:43

Ich werde auch demnächst Mal eine Statistik über mehrere Jahre in Angriff nehmen. Das mertzt dann ein wenig die Schwankungen aus. Leider fehlen mir aber Daten von 2016 - da hatte ich damals die Liste hochgeladen und dann vergessen abzuspeichern und der Laptop war mir abgestürzt, sodass ich die vorher nochmal machen muss...
ricola
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Ungelesener Beitrag 23. Mai 2020, 13:47

2019:

Es ist endlich wieder soweit!

Ich muss aber leider sagen, dass es zunehmend schwieriger wird, einfach ordentliche Daten zu bekommen. Wahrscheinlich wird es allgemein schwierig, kann mir kaum vorstellen, dass das Standesamt mir die Daten gibt (denn das ist fast die einzige Alternative). 2020 wird wohl ausfallen, einerseits hat hier mal wieder ein Krankenhaus seine Babygalerie im letzten Sommer aufgehört weiter zu führen, das andere nur bis zum Februar (durch Corona). Bleibt also echt nur noch die Zeitung. Und das empfinde ich als zu wenig. Vielleicht wird es im darauffolgenden Jahr wieder etwas besser oder aber es wird sich einfach nicht mehr lohnen, zumal das Standesamt seit 2018 seine eigene Top Ten (nur erste Vornamen) veröffentlicht, die nicht mit meiner Auswetung übereinstimmen. Bin auch selbst nicht mehr so zufrieden und denke einige Platzierungen kommen sehr zufällig zustande...
3.595 Geburten gab es in Oldenburg 2019.

Bei den Mädchen konnte ich im vergangen Jahr 311 Namen zählen. 49,60% der Neugeborenen waren Mädchen und erhielten 168 unterschiedliche Erstnamen.
Ich habe gleichklingende Namen zusammengefasst, seltenere Varianten sind in Klammern geschrieben, gleich häufige Namen mit einem Slash getrennt.
In dieser Liste sind alle Namen, die dreimal oder öfter vergeben wurden. Spitzenreiterin Lina wurde 11 Mal vergeben. Hinter die Namen habe ich die Prozentzahl am Gesamtanteil der Mädchennamen geschrieben.
Gleichhäufige Namen sind alphabetisch sortiert. Die Prozentzahl steht nur hinter dem ersten Namen, alle folgenden Namen ohne Prozentzahl wurden genauso häufig vergeben wie der oberste.

01 - Lina 3,54
02 - Emilia 2,89
03 - Emily 2,57
04 - Frieda (Frida)
05 - Ida 2,25
06 - Charlotte 1,61
07 - Ella
08 - Leni
09 - Lilly/Lillie (Lilli)
10 - Marie
11 - Tilda
12 - Anna 1,29
13 - Emma
14 - Fenja
15 - Martha (Marta)
16 - Melina
17 - Mia
18 - Mila
19 - Nele (Neele)
20 - Pia
21 - Sophie
22 - Thea
23 - Amalia 0,96
24 - Amelie
25 - Carlotta
26 - Fenna
27 - Finja
28 - Hannah (Hanna)
29 - Jonna
30 - Yuna (Juna)
31 - Lara
32 - Lia (Liah)
33 - Lotta
34 - Luisa (Louisa)
35 - Maja (Maya)

Bei den Jungen habe ich 316 Geburten gezählt, damit sind 50,40% der Neugeborenen männlich und es wurden 179 verschiedene Namen vergeben.
Ich habe gleichklingende Namen zusammengefasst, seltenere Varianten sind in klammern geschrieben, gleich häufige Namen mit einem Slash getrennt.
In dieser Liste sind alle Namen, die dreimal oder öfter vergeben wurden. Spitzenreiter Felix, Finn (Fynn) und Leon wurden jeweils 8 Mal vergeben. Hinter die Namen habe ich die Prozentzahl am Gesamtanteil der Jungennamen geschrieben.
Gleichhäufige Namen sind alphabetisch sortiert. Die Prozentzahl steht nur hinter dem ersten Namen, alle folgenden Namen ohne Prozentzahl wurden genauso häufig vergeben wie der oberste.

01 - Felix 2,53
02 - Finn (Fynn)
03 - Leon
04 - Theo 2,22
05 - Ben 1,90
06 - Matteo (Mattheo (Matheo)
07 - Moritz
08 - Tom
09 - Henri (Henry) 1,58
10 - Jan (Jann)
11 - Liam
12 - Mats
13 - Elias 1,27
14 - Hannes
15 - Jakob
16 - Jonah (Jona)
17 - Leo
18 - Lukas
19 - Noah
20 - Elijah (Eliyah) 0,95
21 - Emil
22 - Fiete
23 - Jonas
24 - Claas (Klaas)
25 - Leonard
26 - Lias
27 - Linus
28 - Louis (Luis)
29 - Paul
30 - Philipp (Philip)
31 - Theodor
32 - Thilo (Tilo)
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aoife rua
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Ungelesener Beitrag 23. Mai 2020, 22:21

Vielen Dank! Ich finde deine Statistik wieder spannend! Auffällig finde ich, dass es bei den Jungen ja fast nur kurze Namen mit 3-6 Buchstaben gibt.

Dass Pia es so weit hoch in einer Statistik schafft, überrascht mich. Lia, finde ich auch sehr häufig.

Jan, Fenja und Finja halte ich für regional typische Ausreißer, die sicher deutschlandweit deutlich seltener sein werden.

Das sind jetzt mal meine ersten Eindrücke.

Ich hoffe, du wirst künftig wieder besser auf Quellen zugreifen können.

Ich glaube, ich würde einfach mal freundlich beim Standesamt nachfragen...
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