Rosa-Varianten

Mientje
Beiträge: 71
Registriert: 2. April 2021, 20:36

Ungelesener Beitrag 2. April 2022, 08:52

Ich bin seit Jahren dem Namen Rosa sehr zugetan, tatsächlich wäre das auch der Name unseres Sohnes geworden, wäre er ein Mädchen geworden.
Allerdings ist er mittlerweile doch sehr häufig und ich bin mir unsicher, wie sehr es mich stört, dass er mir mittlerweile so generisch vorkommt. Allerdings hänge ich doch sehr an den Koseformen (Rosi, Röschen...). Von dem Namen gibt es ja unglaublich viele Varianten. Mögt ihr mal euren Senf dazugeben, was ihr von diversen Abwandlungen haltet? Sind sie gut vergebbar? Wo könnte es Probleme geben?

Auf unserer Liste stehen als Alternativen:
Rosi (zu informell?)
Rosel
Roos
Rosemarie (hier hätte ich allerdings Sorge vor einer "Romy")
Roswita/Roswitha
Rosanna
Rosalie
Liv
Beiträge: 795
Registriert: 5. Juli 2016, 13:29

Ungelesener Beitrag 2. April 2022, 11:08

Wo wohnst du denn (etwa)? Dass Rosa so häufig und generisch ist, ist mir tatsächlich neu. Ich kenne genau eine einzige Rosa und die ist über 40. :D In der Hitliste der beliebtesten Namen ist Rosa auf Platz 118! Also eher selten.

Deiner Liste würde ich noch Rosalind und Rosalia hinzufügen. Wobei bei letzterem Namen die Aussprache nicht unbedingt sofort klar ist. Spanisch/Italienisch wäre die Betonung auf dem i und ich glaube hierzulande würde man spontan RosAlia sagen.

Rosi (zu informell?) - Ja, würde ich nicht machen.
Rosel - ebenso. Klingt nach Heimatfilm, der in den Bergen spielt
Roos - hat was, weil das Liebliche wegfällt
Rosemarie (hier hätte ich allerdings Sorge vor einer "Romy") - Rosemarie oder Rosmarie (fönde ich etwas knackiger als die sehr weiche und liebliche Rosemarie) könnten natürlich Romy werden, aber das hat man ja auch selbst in der Hand. Ich hab z.B. auch einen Namen, bei dem eine bestimmte Abkürzung naheliegt. Das hab ich dann immer gleich gesagt, bitte nicht, und dann war gut. Fand ich nie nervig oder schlimm. Eine scheinbar naheliegende Koseform würde mich also nicht abhalten.
Roswita/Roswitha - Hui, nee.
Rosanna - gefällt mir ganz gut.
Rosalie - mir zu zuckrig und süß, dann lieber Rosalia.

Aber generell würde ich sagen, wenn du so an Rosa hängst, ist die Häufigkeit egal.
Benutzeravatar
clarelia
Beiträge: 546
Registriert: 28. Mai 2016, 14:47

Ungelesener Beitrag 2. April 2022, 11:40

Mir haben es auch einige Rosa-varianten angetan.

Rosa empfinde ich allerdings nicht als häufig. Es ist natürlich ein sehr bekannter und unkomplizierter Name, aber generisch finde ich ihn so gar nicht, eher im Gegenteil. Zum Vergeben kommt es für mich sehr stark auf den Nachnamen an, wenn dieser ein Gegenstand oder ein Adjektiv ist, würde ich Rosa nicht wählen. Mir wäre Rosa (neben der Nachnamen-Problematik in meinem Fall) wohl auch etwas zu kurz, aber auf jeden Fall finde ich Rosa sehr stilvoll und jederzeit gut vergebbar. Ich mag es, dass die Bedeutung einerseits recht blumig und feminin ist, aber er andererseits durch die Kürze und durch Namensträgerinnen wie Rosa Luxemburg und Rosa Parks eher tough wirkt.

Sonst mag ich ja auch Rose, auch wenn dieser evtl. englisch gesprochen werden könnte und die blumige Bedeutung noch auffälliger ist als bei Rosa.

Rosi ist wiederum nicht mein Fall. Natürlich ändern sich solche Assoziationen mit der Zeit, wenn es irgendwann kaum noch ältere Frauen mit Rufnamen Rosi gibt, und auch "Skandal im Sperrbezirk" wäre im Umfeld einer jetzt geborenen Rosi sicher niemandem bekannt. Ich empfinde Rosi wie du auch als sehr informell, im Gegensatz zu Rosa, und denke es bräuchte (aktuell) schon etwas Mut, ihn zu vergeben.

Rosel sehe ich noch stärker als Rosi als informellen Rufnamen bei älteren Frauen (namens Roswitha oder Rosemarie) auf dem Land. In Bayern würde den Namen so niemand vergeben, und außerhalb wirkt er für mich noch dazu etwas erzwungen bairisch und leicht kitschig (muss gerade etwas an ältere Heimatfilme denken). Als "nicht vergebbar" würde ich allgemein nur sehr wenige Namen bezeichnen, aber für Rosel braucht es meiner Meinung nach schon sehr viel Mut, und sie würde doch sehr herausstechen.

Roos finde ich sehr stark niederländisch und hätte dazu keinen rechten Bezug. Auch die Einsilbigkeit wäre für mich ein Minuspunkt; auch wenn ich das Schriftbild ansprechend finde, wäre mir der Klang etwas zu wenig, irgendwie. Ich sehe Roos eher als einen guten Zweitnamenskandidaten, um einem Erstnamen noch das gewisse Etwas mitzugeben, ohne die Namenskombi zu lange und überladen wirken zu lassen.

Rosemarie mag ich irgendwie, auch wenn er heute schon ziemlich unkonventionell ist und sehr auffallen würde. Ich finde, er wirkt eher klassisch und elegant im Gegensatz zu z.B. Rosi, auch wenn ich bei beiden an ältere Frauen denken muss. Auf jeden Fall fände ich es cool, wenn sich mal wieder jemand traut, Rosemarie zu vergeben.

Roswitha/Roswita spricht mich wiederum nicht an, der wird auch hier eher bei den älteren Namensträgerinnen "Rosswidda" gesprochen, was ich klanglich nochmal unschöner finde. Von mir aus braucht Roswitha kein Comeback, auch wenn ich jetzt keine konkreten Einwände gegen sie habe.

Rosanna wirkt für mich im Gegensatz zu den anderen Namen sehr italienisch, und ich muss an Opern, oder allgemeiner klassische Musik denken. Ich mag Rosanna ganz gerne, aber sehe ihn nicht ganz so sehr bei dir und würde auch selbst eher eine andere Variante wählen.


Rosalie wird hier vermutlich sehr kritisch gesehen, ich mag den verspielten Klang aber durchaus gerne und kann mir auch gut eine selbstbewusste erwachsene Frau dazu vorstellen.

Sonst mag ich noch Rosalia (ro-SAA-lia), Rosina, eventuell auch Rosalina, Rosalinda oder Rosalinde, und sogar Rosine (wobei ich mir unsicher bin, ob man einem Kind damit einen Gefallen tun würde).
Meeresliebe
Beiträge: 2862
Registriert: 8. Juni 2017, 07:45

Ungelesener Beitrag 2. April 2022, 11:51

Hallo Mientje,

ich mag Rosa gerne als Zweitnamen, würde ihn aber wohl nicht selber vergeben.
Rosi (zu informell?): Ja, wäre mir zu informell, wobei ich Rosel noch informeller finde
Roos: Gefällt mir weder phonetisch, noch optisch
Rosemarie (hier hätte ich allerdings Sorge vor einer "Romy"): Ja, ich glaube, dass durchaus eine Romy daraus werden könnte. Muss natürlich nicht sein.
Roswita/Roswitha: Gefällt mir weder phonetisch, noch optisch. Wirkt irgendwie "ungelenk"/"schwerfällig" auf mich. Ich kenne eine, die von allen Rita genannt wird.
Rosanna: Irgendetwas stört mich, ohne, dass ich gerade benennen kann, was es ist.
Rosalie: Wird häufiger, habe ich das Gefühl. Irgendwie mag ich Rosalie, aber ich glaube, mir ist er zu "süßlich", um ihn selber vergeben zu wollen.
Wenn ich wählen müsste, würde ich bei Rosa bleiben: Klare Schreibweise und Aussprache, bekannt, aber nicht zu häufig und auch international gut machbar.
Mientje
Beiträge: 71
Registriert: 2. April 2021, 20:36

Ungelesener Beitrag 2. April 2022, 12:18

Liv hat geschrieben: 2. April 2022, 11:08 Wo wohnst du denn (etwa)? Dass Rosa so häufig und generisch ist, ist mir tatsächlich neu. Ich kenne genau eine einzige Rosa und die ist über 40. :D In der Hitliste der beliebtesten Namen ist Rosa auf Platz 118! Also eher selten.
Lustig, ich höre den Namen tatsächlich ständig und habe den Gefühl dass er hier im Nordosten Deutschlands und in Berlin sehr häufig geworden ist in den letzten Jahren. Er ist nach wie vor Kandidat bei uns, ich kann mir aber auch gut vorstellen, bei einem weiteren Kind etwas mutiger bei der Namenswahl zu sein 😊
clarelia hat geschrieben: 2. April 2022, 11:40 Sonst mag ich ja auch Rose, auch wenn dieser evtl. englisch gesprochen werden könnte und die blumige Bedeutung noch auffälliger ist als bei Rosa.
Ja, Rose gefällt mir deutsch gesprochen auch sehr gut, allerdings weiß ich, dass es mich extrem stören würde, wenn er bei Erstkontakt ständig englisch ausgesprochen wird. Auch bei Bewerbungen oder Schriftkontakt hätte ich da deshalb Sorge, dass sich da direkt eine Schublade öffnet...
Eine Alternative dazu, die ich vergessen hatte oben aufzuführen, wäre übrigens Roselotte.

Die Reaktionen auf Roswitha finde ich sehr spannend und ich teile eure Assoziationen auf jeden Fall. Ich habe den Namen auch kürzlich erst mit anderen Augen betrachtet, als mir auffiel, dass ich sowohl Rosa als auch Vita toll finde. Die zusammengesetzte Form finde ich klanglich daher toll und auch kosenamentechnisch bietet sich da ein weites Feld - which I love smiley_28
clarelia hat geschrieben: 2. April 2022, 11:40 Sonst mag ich noch Rosalia (ro-SAA-lia), Rosina, eventuell auch Rosalina, Rosalinda oder Rosalinde, und sogar Rosine (wobei ich mir unsicher bin, ob man einem Kind damit einen Gefallen tun würde).
Rosine finde ich absolut klasse, aber den würde ich meinem Kind tatsächlich nicht aufbürden wollen smiley_27 Rosalinde mag ich klanglich sehr, kann mich aber irgendwie mit Linde/Linda nicht anfreunden. Auch wenn der Name echt toll fließt. Rosalina und Rosina mag ich irgendwie nicht, auch Rosalia ist mir zu verspielt. Ich mag an Rosa glaube ich grade das Klare mit der Assoziation Richtung Natur, ohne dass es zu "zuckrig" wirkt. Bestimmt auch durch die bekannten Namensvertreterinnen bedingt, die ich toll finde.
Meeresliebe
Beiträge: 2862
Registriert: 8. Juni 2017, 07:45

Ungelesener Beitrag 2. April 2022, 13:20

Nachtrag: Ich mag außerdem:
Rosalba, Rosalind, Rosalinda, Rosalinde und Rosaria

Meine liebsten Kombinationen mit Rosa:
Rosa Anna
Rosa Clara
Rosa Elisabeth
Rosa Emilia
Rosa Lea
Rosa Lena
Rosa Maria

Ich weiß von Geschwistern namens Rosa und Carlo.
Liv
Beiträge: 795
Registriert: 5. Juli 2016, 13:29

Ungelesener Beitrag 2. April 2022, 16:17

Mientje hat geschrieben: 2. April 2022, 12:18
Lustig, ich höre den Namen tatsächlich ständig und habe den Gefühl dass er hier im Nordosten Deutschlands und in Berlin sehr häufig geworden ist in den letzten Jahren.
Gut, das wäre jetzt genau meine Ecke und ich kenne wie gesagt keine einzige! So unterschiedlich kann das sein. Und die eine Erwachsene, die ich kenne, wohnt in Süddeutschland. Vielleicht hörst du ihn öfter, weil du darauf achtest. Ich achte jetzt auch mal darauf und werde dann berichten! :D
Mientje hat geschrieben: 2. April 2022, 12:18
Die Reaktionen auf Roswitha finde ich sehr spannend und ich teile eure Assoziationen auf jeden Fall. Ich habe den Namen auch kürzlich erst mit anderen Augen betrachtet, als mir auffiel, dass ich sowohl Rosa als auch Vita toll finde. Die zusammengesetzte Form finde ich klanglich daher toll und auch kosenamentechnisch bietet sich da ein weites Feld - which I love smiley_28
Man kann ja auch selbst zusammensetzen: Rosavita. :)
Benutzeravatar
Marisol
Beiträge: 846
Registriert: 30. Mai 2016, 00:18

Ungelesener Beitrag 3. April 2022, 19:50

Ich empfinde Rosa auch keinesfalls als häufig oder gar generisch. Wo ich nachdenke, kenne ich 3 Rosas (5, 23 und 28 Jahre alt), aber muss sagen, viele Namen, bei denen ich eine ähnliche Anzahl an Leuten kenne, kommen mir viel generischer vor. Durch den wortigen Charakter finde ich Rosa sehr plakativ und herausstechend, und würde auch bei einer 4., 5. und 6. Rosa den Namen nicht generisch finden - bei einer 4., 5. oder 6. Jonna, Hanne oder Emmi vielleicht schon.
Mittlerweile mag ich Rosa sehr gerne. Ich erinnere mich, im Kindergarten fand ich den Namen furchtbar, da die eine der obigen Rosas auch ein sehr "rosa" Mädchen war, die alles in pink und mit Rüschen hatte (was aber auch sehr von ihren Eltern gesteuert wurde). Bei der fünfjährigen Rosa, die ich kenne, empfinde ich den Namen aber gar nicht mehr als übermäßig süßlich, da weder sie noch die Eltern übermäßige Pinkness forcieren.

Ich mag den Namen Rosario sehr gerne, der ist unisex (im Spanischen weiblich, im Italienischen männlich gebraucht, Bedeutung: Rosenkranz).

Rosi (zu informell?) ist mir tatsächlich zu informell. Wenn euch der Name gefälllt, finde cih das aber ein Vorteil davon, amtlich Rosa zu vergeben, selbst wenn der in eurem Umfeld ungewollt boomen sollte, lässt sich sicher sehr leicht Rosi etablieren.
Rosel geht für mich gar nicht als eingetragener Name, finde ich sogar fast schlimmer als Röschen :oops:
Roos - da muss ich leider mehr ans Ross denken als an die Blume
Rosemarie (hier hätte ich allerdings Sorge vor einer "Romy") - Finde ich machbar, da müsste man aber denke ich vorbeugen und eigenhändig schon mal Rosi aus Kurzform etablieren, da mehr als dreisilbige Namen in der Schule einfach zwangsläufig Spitznamen verpasst bekommen
Roswita/Roswitha - finde ich interessant, aber meines Wissens nach stammt der Name nicht von der Rose
Rosanna - mag ich sehr
Rosalie - mit dem kann ich mich immer noch nicht anfreunden. Rosa hat für mich so ein wunderbar austariertes Gleichgewicht aus süßer, weiblicher, oder zumindest sehr "beladener" offensichtlicher Bedeutung und dem herben Klang. Bei Rosalie bleibt bei mir aber nur pappiger Zuckerguss hängen.

Roselotte finde ich mutig, aber gar nicht schlecht.
Die deutsche Rose mag ich auch sehr. Ich halte die englische Aussprache für einen Fehler, der sehr einfach korrigierbar ist, und höchstens einmal am Anfang aufkommt. Gerade wenn ein deutscher Zweitname dahinter steht, kann man es sich sofort merken.
Elaine
Beiträge: 1342
Registriert: 27. Mai 2016, 18:38

Ungelesener Beitrag 4. April 2022, 05:11

Der einzige dieser Namen, den ich mag, ist Rosalie.
Roos passt für mich nicht gut nach D wegen der "Ross"-Assoziation (finde ich für NL aber ganz nett), Rosa alleine ist für mich viel mehr Adjektiv als Name, und alle anderen empfinde ich als altmodisch, herb und besonders Roswitha und Rosel als geradezu trampelig.

Rosalie wirkt auf mich überhaupt nicht süßlich, süßlich sind für mich Namen wie Valentina, Adelina, Liliana.
Die klangliche Hörte des R wird durch das -lie am Ende gut austariert.

Ich bin bisher einer Rosalie begegnet (Tochter einer Lehrerin meiner Tochter, ca. 6) und neulich war bei unseren Nachbarn eine Rosa im Garten zu Besuch (ca. 8). Roswitha und Rosemarie habe ich in der Verwandtschaft, beide Ü80. Mir kommen alle Namen daher recht selten vor.
Mientje
Beiträge: 71
Registriert: 2. April 2021, 20:36

Ungelesener Beitrag 6. Mai 2022, 13:57

Danke für euren Input! Ich hab noch ein bisschen darauf herumgedacht und bin gedanklich nochmal zurückgekehrt zu Rose als Alternative zu Rosa. Deutsch gesprochen.
Denkt ihr, dass der Name auf dem Papier zunächst als englischer Name gelesen wird? Unser Nachname ist eindeutig deutsch, aber das hält ja nicht alle Menschen davon ab, englische Vornamen zu vergeben.
Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema