Wie sucht ihr Namen aus?

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Polly
Vornamerei-Team
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Ungelesener Beitrag 27. Februar 2018, 23:52

Hi Ihr!

Ich mache mir derzeit weniger über einzelne Namen Gedanken, die mir Gefallen als eher über die Art von Namen, die ich gern vergeben würde. Wisst ihr, was ich meine? Zum Beispiel, dass es kein typischer Generationsname sein soll, ein "erwachsener" Name, so etwas.
Habt ihr für euch auch bestimmte Eigenschaften, die ein Name erfüllen muss, damit ihr ihn vergeben würdet, oder sucht ihr einfach nach Gefallen aus?
Im Grunde fallen nämlich diverse meiner Lieblingsnamen raus, wenn ich darüber nachdenke, was mir an Namen wichtig ist.

Also meine derzeit wichtigen Eigenschaften wären:
- Kein Modename, der später direkt einer Generation zugeordnet werden kann
- Kein zu niedlicher Name, soll auch bei Erwachsenen "ernsthaft" wirken
- optimalerweise hätte er eine nordische Herkunft

Irgendwie denke ich, dass ich mit einem Namen vielleicht eher dauerhaft zufrieden bin, wenn diese Eigenschaften erfüllt sind, als wenn ich einen Namen wähle, der mir einfach so gefällt. Das kann sich vielleicht schnell ändern...

Also, wie wählt ihr einen Namen aus? Muss es ein kurzer Name ohne Spitznamenoption sein, einen Familienbezug haben? Oder geht es allein um den Klang?
Bin gespannt!
Elaine
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Ungelesener Beitrag 28. Februar 2018, 05:28

Ich. wollte Namen, die nicht zu häufig sind (jenseits der Top50 fand ich dann aber ok),
Namen, die nicht als „unterschichtig“ wahrgenommen werden,
und eigentlich am liebsten norddeutsche Namen, weil meine Familie von dort kommt.

Tja, aber man entscheidet das ja nicht alleine, und zu den norddeutschen Namen hat mein Mann als gebürtiger Pfälzer überhaupt keinen Bezug, es gab ein klares Veto für meine Lieblinge Bente, Jette, Sontje etc. :-(
Auch Punkt 1 und 2 waren bei der Auswahl nicht so seine Kernkompetenzen smiley_14 , sodass ich am Ende froh war, dass wir uns auf klassische Namen einigen konnten.
Lieber hätte ich dann wenigstens noch seltenere Namen vergeben (unsere A. hätte ich sooo gerne Cosima genannt), aber... siehe oben.
Violet
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Ungelesener Beitrag 28. Februar 2018, 06:39

- Nicht zu häufig.
- Gern schon lang un Gebrauch und alt und weit zurück verfolgbar und so. Also wenn schon XY im 4. Jahrhundert so hieß... smiley_11
- Belegbare Bedeutung, die mir auch gefällt oder diee zumindest nicht ganz doof ist.
- Gern länger für hübsche Spitznamen.

Das wären eigentlich so meine Kriterien.
Joris fällt ja z.B. auch raus...
ABER... wenn man wirklich nen Namen braucht, ist eben doch alles anders und bevor man sich nicht einigen kann, lieber Kompromisse eingehen :D

UND ich merke gerade, wo ich mich auf Namen einlasse, diie nicht so in mein eigentliches Schema passen, dass es einfacher wird und es so viel schönes gibt. Ich hab mich mit der Zeit wirklich so festgefahren... Irgendwann guckt man nicht mehr links und rechts... auch nicht gut.
Joris *11/16

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Elaine
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Ungelesener Beitrag 28. Februar 2018, 10:06

P.S.
Den Familienbezug haben wir im Zweitnamen (einmal ein Traditionsname aus meiner Familie, und einmal ein Name, der meinem Mann wichtig ist).
Bedeutungen sind mir überhaupt nicht wichtig.
Und natürlich geht es letztlich —immer— um den Klang ;-)
aoife rua
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Ungelesener Beitrag 28. Februar 2018, 10:36

Ich finde es schön, Namen mit familiärem Bezug zu vergeben, aber es gibt auch einfach Namen, in die ich mich mal „verliebt“ habe, die ich auch vergeben würde. Die sind alle selten. Vergeben haben wir alles Namen mit familiärem Bezug, wobei der erste den nur entfernt hat. Der war mehr so ein „verliebt“-Name.
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Marisol
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Ungelesener Beitrag 1. März 2018, 03:22

Mir wäre beim Vergeben wichtig:

-kein Modename
-nicht zu häufig
-einigermaßen international tauglich
-der Name sollte schon eine gewisse Geschichte oder einen Ursprung haben (also nicht sowas "erfundenes" wie Madita oder Hybride wie Kathalea)
-Rufname + Nachname klingen gut zusammen und lassen sich flüssig sprechen
-wenn der Name dreisilbig oder länger ist, dann würde ich potentielle Spitznamen gerne mindestens OK finden. Falls mir ein naheliegender Spitzname nicht gefällt, würde ich gerne eine Variante in der Hinterhand haben, die mir gefällt, die sich stattdessen etablieren lässt (in meiner Familie kommt man um Spitznamen nicht drum herum)
Meeresliebe
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Ungelesener Beitrag 1. März 2018, 11:19

Meine Vergabe-Kriterien wären wie folgt:

- Rufname + Nachname klingen gut zusammen und lassen sich halbwegs flüssig sprechen
- Familiärer Bezug oder andere Geschichte
- Potenzielle Spitznamen muss ich mindestens ok finden. Falls mir ein naheliegender Spitzname nicht gefällt, würde ich gerne eine Variante in der Hinterhand haben, die mir gefällt.
-Einigermaßen international tauglich
- Kein zu niedlicher Name, soll auch bei Erwachsenen "ernsthaft" wirken; Ich würde z. B. keine Abkürzung wie "Leni" als Vollform vergeben; dann lieber Margdalena oder Ähnliches
- Wenn die Bedeutung dann noch schön ist, umso besser
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Skadi
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Ungelesener Beitrag 1. März 2018, 16:23

Ich stehe total auf Kurzformen. Am liebsten auch noch von alten deutschen oder biblischen/hebräischen Namen. Die hatte ich mir ursprünglich rausgesucht, um "Schubladennamen" zu entgehen, mich dann aber seeehr zu Hause gefühlt.
Gerne alt, aber nicht retro, also auch nicht zu häufig.

Bedeutung ist mir sehr wichtig. Der Klang spielt aber auch einen großen Part, da suche ich eine ausgewogene Mitte. :)

Und der Name muss zum Nachnamen passen und international tauglich bzw. leicht im Englischen zu nutzen, da unsre Kinder bilingual groß werden.

Ganz wichtig ist zudem eine einfache Schreibweise, man soll "hören" wie es geschrieben wird.
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Polly
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Ungelesener Beitrag 12. Juni 2018, 22:53

Bin beruhigt zu hören, dass einige bei der Vergabe dann doch ziemlich von sämtlichen eigentlichen "Vorgaben" abgewichen sind.

Das merke ich jetzt nämlich auch, wenn da plötzlich noch die Meinung eines anderen dazu kommt, kann man plötzlich gaaaanz viel streichen, was man sich über die Jahre so nett überlegt hat. Da ist dann plötzlich nicht nur der Lieblingsname weg, sondern auch der zweit-, dritt- und viertplatzierte. Und irgendwann ist man dann sicher einfach froh, wenn man irgendeinen Namen hat, den beide wirklich mögen, auch wenn er kaum noch das erfüllt, was man mal so geplant hat.
rhyouna
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Ungelesener Beitrag 14. Juni 2018, 12:34

Mir persönlich wichtig sind

- eine schöne Bedeutung ohne Gottesbezug (am liebsten sind mir Bedeutungen, die von der Natur, Eigenschaften oder Tiere abgeleitet sind)
- nicht zu häufig, aber trotzdem bekannt (also keine abgefahrene Neukreation oder ein Name aus einem völlig anderen Kulturkreis)
- klanglich passend zum Nachnamen und zu Deutschland (dh zB keine Namen mit englischer Aussprache, so schön ich die zum Teil auch finde)
- klingt auch an einem Erwachsenen noch gut (nicht zu niedlich/kindlich)
- tendenziell eher etwas länger als kürzer.

Sobald der Partner mit ins Spiel kommt, müssen allerdings Kompromisse gemacht werden. Unser Jungenname (der es auch geworden ist, da sich das Überraschungsei als Junge entpuppt hat :D ), erfüllt alle der oben genannten Kriterien. Beim Mädchenname musste ich allerdings von meinem Top-Kriterium (Bedeutung) abweichen, um einen Kompromiss zu finden - es wäre eine Elinor geworden, also ein Name, bei dem die Bedeutung eigentlich ungeklärt ist.

Generell war ich überrascht, wie sehr mein Partner doch auf seltenere und nordische Namen stand. Klassische Namen mit lateinischem/griechischem Urpsrung wurden von ihm fast alle mit "zu langweilig" durchgestrichen und auch viele der althochdeutschen Namen, die jetzt wieder im Kommen sind, konnten ihn nicht überzeugen.
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