Namen "recyclen"

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Engelchen
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Namen "recyclen"

Ungelesener Beitrag von Engelchen » 26. Juli 2017, 21:17

Witzig, heute morgen habe ich mir erst Gedanken darüber gemacht und ja, wenn wir ein zweites Kind bekommen sollten und es sollte dann ein Junge werden, würde ich unseren Favoriten aus der ersten Schwangerschaft nehmen. War ja nicht umsonst die Nummer Eins für einen Jungen :D Unsere Tochter bekommt ja jetzt auch den Favoritennamen; finde daran nichts auszusetzen.

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Skadi
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Namen "recyclen"

Ungelesener Beitrag von Skadi » 26. Juli 2017, 23:34

Ja, das Wort recyceln passt nicht. Ich fand es auch eher unglücklich gewählt...

Erstaunlich, dass es so unterschiedliche Antworten gab!
Meine Mutter hatte ein solches Babyalbum mit Namensangabe für das andere Geschlecht für all meine Geschwister und mich. Nach meinem Bruder kam kein weiterer Junge mehr, aber trotzdem hatten alle folgenden Mädchen einen anderen Namen dort stehen. Wir fanden es super spannend, bei jedem Album etwas Neues zu lesen und ich hab das immer für selbstverständlich genommen. Nachdem wir jetzt zwischen einer neuen Mädchenkombination und der nicht benötigten Kombi meines Sohnes schwanken, erwische ich mich mehr und mehr dabei, zu denken, wie blöd es wäre, den eigenen Namen schon beim Buch des Bruders zu sehen.

Ich muss auch sagen, eure richtigen Recyclingbeispiele kämen mir nicht unter. Auch den Namen, der an zwei Geschwisterchen vergeben wurde, weil der erste zu früh verstarb, finde ich unschön. Man weiß ja nicht, ob das tote oder das lebendige Kind gemeint ist. Das tote wird viel weniger oft bedacht werden. Auch zu wissen, dass der tote Bruder den gleichen Namen getragen hat... Wenn es der Favorit war, verstehe ich, dass sie ihn vergeben wollten. Aber das hatten sie ja bereits. Ich glaube, unwohl fühlte ich mich doch...


Achja, Lillien, ich hatte auch große Hoffnung auf eine Intuition in der Schwangerschaft, aber mir kam da leider nichts. Andere spüren ja auch das Geschlecht. Absolut nada. Da war ich recht enttäuscht... smiley_4
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aoife rua
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Namen "recyclen"

Ungelesener Beitrag von aoife rua » 27. Juli 2017, 08:40

Meine Eltern hatten für mich einen anderen Jungennamen ausgewählt, als den, den dann knapp 7 Jahre später mein Bruder bekommen hat und ich war darüber als Kind immer traurig, weil ich dachte, wäre ich ein Junge geworden, hätte ich einen Namen bekommen, der meinen Eltern schon ein paar Jahre später nicht mehr so gut gefallen hätte.

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Skadi
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Ungelesener Beitrag von Skadi » 27. Juli 2017, 10:12

aoife rua hat geschrieben:Meine Eltern hatten für mich einen anderen Jungennamen ausgewählt, als den, den dann knapp 7 Jahre später mein Bruder bekommen hat und ich war darüber als Kind immer traurig, weil ich dachte, wäre ich ein Junge geworden, hätte ich einen Namen bekommen, der meinen Eltern schon ein paar Jahre später nicht mehr so gut gefallen hätte.
Mit so einer Reaktion hatte ich gar nicht gerechnet. :-o
Danke!
Also, egal wie man es macht, man kann es falsch machen. Mal sehen, wie ich während der Schwangerschaft darüber denke... smiley_4
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Lilien
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Ungelesener Beitrag von Lilien » 27. Juli 2017, 20:18

Das wichtigste ist, dein Kind wird diese Gedanken ja nicht alleine haben. Wenn ihr eine gute Beziehung habt (und da bin ich mir bei dir fast sicher) wird dein Sohn dir seine Gedanken sagen. Da du dir ja Gedanken zur Namensentscheidung gemacht hast, kannst du ihm diese dann genauer erklären. "Der Name war einfach der allerschönste für uns und da wir dich und deine Geschwister so sehr lieben sollte es für euch alle der schönste sein." oder" Uns hat dein Name genausogut gefallen, aber es war dein Name, der hat zu deiner Schwester nicht gepasst."
Und dann denke ich das es deine Kindern auch nachvollziehen können und das alles kein Problem ist.
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Skadi
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Ungelesener Beitrag von Skadi » 28. Juli 2017, 00:25

Lilien hat geschrieben:Das wichtigste ist, dein Kind wird diese Gedanken ja nicht alleine haben. Wenn ihr eine gute Beziehung habt (und da bin ich mir bei dir fast sicher) wird dein Sohn dir seine Gedanken sagen. Da du dir ja Gedanken zur Namensentscheidung gemacht hast, kannst du ihm diese dann genauer erklären. "Der Name war einfach der allerschönste für uns und da wir dich und deine Geschwister so sehr lieben sollte es für euch alle der schönste sein." oder" Uns hat dein Name genausogut gefallen, aber es war dein Name, der hat zu deiner Schwester nicht gepasst."
Und dann denke ich das es deine Kindern auch nachvollziehen können und das alles kein Problem ist.
Danke, so denke ich es mir auch smiley_19
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aoife rua
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Ungelesener Beitrag von aoife rua » 28. Juli 2017, 01:40

Ist schon komisch, wie unterschiedlich Menschen so ticken, oder?

Ich kann diesen ganzen Gedankengang ganz und gar nicht nachvollziehen.

Ich verstehe zwar rein theoretisch die Argumentation, aber ich kann das gar nicht nachvollziehen. Und eigentlich kann ich so was sonst ganz gut.

Für mich ist es einfach so, dass alle Namensalternativen für das Baby spätestens in dem Moment wieder freigegeben sind, in dem man sich dann nach der Geburt in Kenntnis des Geschlechts und so weiter für den Namen entschieden hat, der dann in der Geburtsurkunde landet. Ich verstehe einfach überhaupt nicht, warum dann irgendeine Alternative, die vorher im Raum stand auch noch "diesem Kind gehören sollte". Anderes Geschlecht hin oder her, für mich ist auch nicht nachvollziehbar, warum man das dann nur auf den wahrscheinlichsten Namen fürs andere Geschlecht beschränkt und nicht auf alle Namen, die für Baby eins mal in der engeren Wahl waren...

Für mich persönlich ist rein emotional wichtig, voe der Schwangerschaft oder zumindest so früh wie möglich Namensfavoriten zu haben, weil ich das Gefühl hab, ein ungeborenes Baby würde sich ungeliebt oder nicht angenommen fühlen können, wenn die Eltern nicht mal so weit denken und sich über so was Wichtiges noch keine Gedanken gemacht haben. Ob sich dann in der Schwangerschaft noch mal was ändert, oder ob man mit mehreren Favoriten in den Kreissaal geht und da erst entscheidet, finde ich aber dann auch wieder egal. Oder auch, ob es ein ganz anderer Name wird, weil man dem Partner entgegen kommen muss. Aber irgendeine Idee sollte schon da sein, sonst macht mich das jedes Mal traurig fürs Kind.
Aber das ist auch nur mein Gefühl dazu.

Mein Mann und ich haben ja schon Jahre vor der ersten Schwangerschaft eine Liste mit unseren gemeinsamen Favoriten gemacht und arbeiten die jetzt ab, sozusagen. Und da war aber immer klar, dass der erste Sohn X heißen sollte, der zweite Y, der dritte Z, die erste Tochter A, die zweite B usw. Wir wären beide nie auf die Idee gekommen, Kind eins A und X zuzuordnen und dann einen von beiden Namen gar nicht zu nutzen.

Und ich weiß, dass viele Kinder solche Gefühle nicht verbalisieren. Unter anderem, weil es ihnen altersabhängig oft schwer fällt, die Gefühle zu erkennen und zu benennen. Und weil sie vieles, auch belastendes oft lange hinnehmen und sich in bestimmten Situationen nicht bewußt sind, dass ihre Empfindung besonders und besprechenswürdig ist. Ohne dass das irgendwas mit der Beziehung zu den Eltern zu tun hat. Ich glaube aber auch nicht, dass sie tatsächlich einen nachhaltigen Knacks von so was davontragen.

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Ungelesener Beitrag von clarelia » 29. Juli 2017, 13:45

aoife rua hat geschrieben:Ist schon komisch, wie unterschiedlich Menschen so ticken, oder?

Ich kann diesen ganzen Gedankengang ganz und gar nicht nachvollziehen.

Ich verstehe zwar rein theoretisch die Argumentation, aber ich kann das gar nicht nachvollziehen. Und eigentlich kann ich so was sonst ganz gut.

Für mich ist es einfach so, dass alle Namensalternativen für das Baby spätestens in dem Moment wieder freigegeben sind, in dem man sich dann nach der Geburt in Kenntnis des Geschlechts und so weiter für den Namen entschieden hat, der dann in der Geburtsurkunde landet. Ich verstehe einfach überhaupt nicht, warum dann irgendeine Alternative, die vorher im Raum stand auch noch "diesem Kind gehören sollte". Anderes Geschlecht hin oder her, für mich ist auch nicht nachvollziehbar, warum man das dann nur auf den wahrscheinlichsten Namen fürs andere Geschlecht beschränkt und nicht auf alle Namen, die für Baby eins mal in der engeren Wahl waren...
Da unterschreibe ich. Nachdem ich nur den Ausgangspost gelesen hatte, wusste ich noch gar nicht, was das Problem sein soll...
Ich denke, ich würde es wohl ähnlich handhaben, wie Wandarine es beschrieben hat. Das erste Kind bekommt den Lieblingsnamen, das zweite den zweitliebsten und so weiter, falls sich die Namensfavoriten nicht ändern oder wenn sich die Namen zu sehr ähneln würden.
Mir geht es mit meinem Namen auch so, dass die Jungennamen, die für mich in Frage gekommen wären (zwei Stück, ich habe eine Zwillingsschwester) überhaupt gar nichts mit mir zu tun haben, deshalb sehe ich persönlich keinen Grund, wieso sie nicht ein potenzieller Bruder hätte bekommen dürfen.
Letztendlich muss das natürlich jeder für sich selbst entscheiden, ob es sich richtig anfühlt oder nicht. Oder vielleicht mache ich es selbst ja auch mal ganz anders...

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Wandarine
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Ungelesener Beitrag von Wandarine » 30. Juli 2017, 20:31

Ich habe meine Mutter gestern auf die Frage angesprochen und sie hat am anfang nicht einmal die Frage verstanden :D
Für sie war klar, man fängt bei jedem Kind neu an zu suchen, ob da dann die gleichen Namen auf der Liste stehen wie beim letzten, hängt nur davon ab, ob sich der Geschmack inzwischen verändert hat. Eventuell noch vom Input der schon älteren Kinder.

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Skadi
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Ungelesener Beitrag von Skadi » 30. Juli 2017, 23:04

Das habe ich auch schon gehört! Wenn die Geschwister älter seien, suchten die Kinder die Namen aus. Bei uns sicher nicht, die dürfen mitentscheiden, aber ich mische mit smiley_8

Bei einer Freundin wurde es so gemacht. Sie heißt Katharina, ihr älterer Bruder Ivan. Der durfte die jüngste und Nachzüglerin der Familie benennen. Die Geschwister heißen Ivan, Katharina und Iva.
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