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Wie viel macht die Häufigkeit des Namens bei euch aus?

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Marisol
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Wie viel macht die Häufigkeit des Namens bei euch aus?

Beitrag von Marisol » 5. April 2017, 11:33

Mich stört Häufigkeit tatsächlich sehr, sowohl gefühlte, als auch statistische. Bei letzterer hätte ich immer Angst, dass der Name in den nächsten Jahren noch weiter an Beliebtheit steigt - was ja bei vielen durchaus der Fall ist, weil sie erstmal einige Jahre in den Top 100 sind, bis die breite Masse an Eltern sich an die Namen gewöhnt hat und sie ebenfalls vergibt.
Viele Eltern, die an die Vornamenssuche nicht ganz so wissenschaftlich wie wir herangehen, fallen in den Jahren nach der Geburt ihres Kindes aus allen Wolken, weil der Name des Kindes plötzlich überall auftaucht; davor hatte man ihn nur ein, zwei mal irgendwo aufgeschnappt. Besonders wenn man noch keine eigenen Kinder hat, ist die Wahrnehmung dessen, was häufig(er) vorkommt auch etwas verzerrt.

Mein persönlicher Hauptgrund ist, dass ich es einfach unpraktisch finde, wenn ein Name mehrfach vorkommt. Ich mag es, wenn man durch den Vornamen sofort weiß, wer gemeint ist - auch im größeren Umfeld wie Schule, Heimatort, Sportverein etc., ohne irgendwelche 'Zusatztitel' hinzuzufügen (Mia Müller, "die kleine Emma", "der blonde Ben").
Mein eigener Name ist relativ selten, aber geläufig und war zu keiner Zeit besonders modern. Das habe ich immer als großen Pluspunkt empfunden.

Rosenrot
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Wie viel macht die Häufigkeit des Namens bei euch aus?

Beitrag von Rosenrot » 14. April 2017, 14:16

Hallo,

also für mich ist Häufigkeit ein wichtiges Kriterium. ICH möchte für mein Kind nicht, dass es einer von drei Finns in der Klasse ist. Das hindert mich nicht daran, viele solcher häufigen Namen schön zu finden, aber vergeben würde ich sie eben nicht an mein eigenes Kind.
Skadi hat geschrieben: Bei Alva meinten bereits viele zu uns, das sei für sie der Name eines Mineralwassers (könnte man über Saskia auch sagen). Auch kenne ich hier keine große Frauenrechtlerin.
Oh, aber Alva Vanderbilt Belmont war doch eine glühende Frauenrechtlerin ihrer Zeit (u. a. Sufragette)?!

Ich persönlich mag Ava nicht so gerne, Alva und Ada dafür aber umso mehr. Finde ich beide gleichermaßen schön, auch zu Lenz. Ader höre ich nicht raus.

Da ich persönlich Till nicht sonderlich mag (dafür aber Tilman), wäre ich bei den Jungs für Willem. Der hat was.

Viele Grüße
N.

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Wie viel macht die Häufigkeit des Namens bei euch aus?

Beitrag von Elaine » 14. April 2017, 17:13

Ich finde weder totale Häufigkeit noch solche Seltenheit, dass niemand den Namen kennt, so richtig gut. Ich habe nämlich einen Bruder mit total seltenem, buchstabierbedürftigem Namen, und weiß, dass er das immer doof fand. Ich glaube, er hat noch nie einen Namensvetter getroffen, und zudem ist sein friesischer Name inzwischen durch eine prominente Person eher als weiblich bekannt...

Weil ich nordische Namen sehr mag, hätte ich wohl heute Kinder mit nicht so ganz häufigen nordischen Vornamen - wenn dazu nicht immer zwei gehören würden ;) Meinem Mann gefallen die nämlich gar nicht. Wir haben uns dann auf mittelhäufige Klassiker geeinigt, im Geburtsjahr waren die Namen zumindest jenseits von Platz 50. Auch die Jungsnamen - einmal hatten wir Justus ausgesucht und bei der anderen Tochter Julius - waren so etwa in dem Häufigkeitsbereich.

Aber wenn ein Name jetzt doch weiter vorne wäre und mein absoluter Lieblingsname, dann wäre es mir wichtiger danach zu gehen als einen weniger geliebten selteneren Namen auszusuchen.

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Skadi
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Wie viel macht die Häufigkeit des Namens bei euch aus?

Beitrag von Skadi » 14. April 2017, 21:06

Rosenrot hat geschrieben:Hallo,

also für mich ist Häufigkeit ein wichtiges Kriterium. ICH möchte für mein Kind nicht, dass es einer von drei Finns in der Klasse ist. Das hindert mich nicht daran, viele solcher häufigen Namen schön zu finden, aber vergeben würde ich sie eben nicht an mein eigenes Kind.
Skadi hat geschrieben: Bei Alva meinten bereits viele zu uns, das sei für sie der Name eines Mineralwassers (könnte man über Saskia auch sagen). Auch kenne ich hier keine große Frauenrechtlerin.
Oh, aber Alva Vanderbilt Belmont war doch eine glühende Frauenrechtlerin ihrer Zeit (u. a. Sufragette)?!

Ich persönlich mag Ava nicht so gerne, Alva und Ada dafür aber umso mehr. Finde ich beide gleichermaßen schön, auch zu Lenz. Ader höre ich nicht raus.

Da ich persönlich Till nicht sonderlich mag (dafür aber Tilman), wäre ich bei den Jungs für Willem. Der hat was.

Viele Grüße
N.
Danke für deine Antwort!

Ich meine mich zu erinnern, dass Knud Bielefeld schrieb, selbst die häufigsten Namen heutzutage seien nicht so häufig wie früher, als so unglaublich viele Männer Michael hießen. Und Frauen, ich weiß gar nicht, Gabriele, Daniela etc. Ich frage mich da manchmal auch, wie häufig und somit "schlimm" die häufigen Namen wirklich sind. Ich habe in meinem Umfeld genau einen kleinen Ben, online kenne ich einen weiteren. Mia kenne ich ebenfalls nur online eine aus einem Forum. smiley_4

Danke für die Erwähnung Alva Vanderbilt - sie fehlte in meinem Geschichtswissen völlig! smiley_22

Basierend auf unseren Favoriten (Willem und Till) haben wir uns nun auf einen, wie ich finde, grandiosen Kompromiss einigen können. Leider ist der ZN nicht hebräisch, aber wir sind dennoch unglaublich zufrieden. Ein zweiter Sohn wird Thilo Wilm heißen smiley_30
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Wie viel macht die Häufigkeit des Namens bei euch aus?

Beitrag von Wandarine » 15. April 2017, 12:07

Schau mal hier, Skadi, das könnte deine Frage beantworten:
http://www.beliebte-vornamen.de/25207-h ... -namen.htm

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Wie viel macht die Häufigkeit des Namens bei euch aus?

Beitrag von Rosenrot » 15. April 2017, 16:01

Thilo Wilm, sehr hübsch! Der passt auch total gut zum Bruder, finde ich.
Ich mag Thilo echt gerne. Und vom Seltenheitsgrad passt er gut zu Lenz.

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Skadi
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Wie viel macht die Häufigkeit des Namens bei euch aus?

Beitrag von Skadi » 16. April 2017, 07:36

Wandarine hat geschrieben:Schau mal hier, Skadi, das könnte deine Frage beantworten:
http://www.beliebte-vornamen.de/25207-h ... -namen.htm
Danke dir! Demnach ist die ganze Sorge um Häufigkeit bei Vornamen ja tatsächlich unbegründet. :-o
Ich persönlich habe in meiner Kindheit keine einzige Namensvetterin in BaWü getroffen, in NRW hingegen war der wirklich häufig. Jetzt kommt mein Name auch hier in Mode und ich finde ganz viele kleine Namensvetterinnen in den Babygalerien. Das find ich nerviger als ich Gleichaltrige fände, glaube ich. smiley_34
Rosenrot hat geschrieben:Thilo Wilm, sehr hübsch! Der passt auch total gut zum Bruder, finde ich.
Ich mag Thilo echt gerne. Und vom Seltenheitsgrad passt er gut zu Lenz.
Danke dir!
Ich bin auch total glücklich mit den Namen smiley_42
Nur bei den Mädchen bin ich jetzt noch unentschlossen. Erst gestern sagte meine Nachbarin mir, der Name Ava sei von einer Teeniemutter auf RTL vergeben worden. Ich bin mir nicht sicher, wie der Name auf andere wirkt und will einer Tochten keinen potenziell negativ konnotierten Namen antun. Von der Häufigkeit nicht einmal (dabei hatte ich bei Vorname.com einen Platz 33 in der Rangliste gesehen. Zum Glück nicht in den ersten 100 bei Bielefeld). smiley_14
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Wie viel macht die Häufigkeit des Namens bei euch aus?

Beitrag von Wandarine » 16. April 2017, 11:02

Skadi hat geschrieben:(dabei hatte ich bei Vorname.com einen Platz 33 in der Rangliste gesehen. Zum Glück nicht in den ersten 100 bei Bielefeld). smiley_14
Soweit ich das verstanden habe, ist die Rangliste von Vorname.com keine Vornamenstatistik, sondern gibt nur wieder, wie viele Klicks die Namen auf der Seite in diesem Jahr hatten. Aber von der Seite halte ich ja sowieso nicht viel smiley_14
Skadi hat geschrieben:Ich persönlich habe in meiner Kindheit keine einzige Namensvetterin in BaWü getroffen, in NRW hingegen war der wirklich häufig. Jetzt kommt mein Name auch hier in Mode und ich finde ganz viele kleine Namensvetterinnen in den Babygalerien. Das find ich nerviger als ich Gleichaltrige fände, glaube ich.
Ist Skadi dein richtiger Name? wenn nicht, dazu würde deine Beobachtung bestimmt auch passen :D
Ich habe ja einen Namen, der in den 60ern beliebt war, also genau andersherum. Ich denke, das gefällt mir besser.

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Beitrag von la papillionne » 16. April 2017, 12:06

Ich persönlich finde es auch wesentlich störender, wenn der Name jünger ist als die Person als andersrum. Und würde deshalb versuchen gerade kein Trendsetter zu sein.
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Skadi
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Beitrag von Skadi » 16. April 2017, 17:18

Wandarine hat geschrieben: Soweit ich das verstanden habe, ist die Rangliste von Vorname.com keine Vornamenstatistik, sondern gibt nur wieder, wie viele Klicks die Namen auf der Seite in diesem Jahr hatten. Aber von der Seite halte ich ja sowieso nicht viel smiley_14
Das erklärt zumindest, wie Oonagh (Aussprache: "Una") zeitweise in den Top Ten sein konnte. smiley_8
Wandarine hat geschrieben:
Skadi hat geschrieben:Ich persönlich habe in meiner Kindheit keine einzige Namensvetterin in BaWü getroffen, in NRW hingegen war der wirklich häufig. Jetzt kommt mein Name auch hier in Mode und ich finde ganz viele kleine Namensvetterinnen in den Babygalerien. Das find ich nerviger als ich Gleichaltrige fände, glaube ich.
Ist Skadi dein richtiger Name? wenn nicht, dazu würde deine Beobachtung bestimmt auch passen :D
Ich habe ja einen Namen, der in den 60ern beliebt war, also genau andersherum. Ich denke, das gefällt mir besser.
Nein, Skadi ist der Name meines Haustieres :D
Ich heiße Melina und komme ursprünglich auch aus NRW. In BaWü konnte sich das keiner merken. Ständig war ich Melinda, Melissa, Melanie, Miriam, Milena oder Marion. smiley_33
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